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Vorgeschichtliche Besiedlung

© Dorfgemeinschaft
Röhrenfurth

Letzte Änderung:
28.08.2011

800 Jahre Röhrenfurth (1982)
Geschichte und Geschichten eines Dorfes
Aktualisierte Ausgabe

Vorgeschichtliche Besiedelung unserer Heimat

Bodenfunde aus vorgeschichtlicher Zeit, die in unserer engeren Heimat geborgen wurden, geben uns einigen Aufschluss über die Siedlungsentwicklung der Frühzeit.
Die Funde stammen aus 27 Hügelgräbern im Quiller, die beim Bau der Reichsautobahn entdeckt wurden und aus einem Urnenfeld am Kesselberg oberhalb Melsungen. Weitere Funde barg man auf dem Kehrenberg bei Körle, bei Albshausen, auf der Hünenburg, einem ca. 10 ha großen, mit einem Ringwall umgebenen Hochplateau nördlich von Röhrenfurth und in mehreren etwa auf das Jahr 200 vor Chr. datierten Gräbern aus der Latènezeit in der früheren Freudenstein'schen Sandgrube bei Röhrenfurth. Es handelt sich um Skelettflachgräber, in denen ein Gefäß und zwei Dreiknotenarmringe gefunden wurden. Ferner wurde auf einem Acker oberhalb des Röhrenfurther "Triftweges" ein Steinbeil aus der Michelsberger Kultur-Epoche (2000-1500 v. Chr.) geborgen.
Bereits in der Altsteinzeit mögen einige schweifende Jägerhorden eine ständig wechselnde, dünne "Besiedelung" gebildet haben. Von einer wirklichen Besiedelung kann jedoch erst in der jüngeren Steinzeit (etwa 3000 bis 1800 v. Chr.) gesprochen werden. Die Menschen jener Zeit hinterließen uns ihre Steinwerkzeuge (Beile, Messer, Schaber), ihre Jagdgeräte (Speer-, Pfeil- und Harpunenspitzen), ihre Waffen, Knochen- und Geweihgeräte, Scherben von Tongefäßen (Urnen und Vorratsgefäße) und Grabbeilagen, die uns Aufschluss geben über ihr Leben, ihre Kultur und ihre Religion.
Sie begannen Ackerbau zu treiben, Vieh zu halten, Wildtiere zu zähmen, Wildgetreide anzubauen, Vorräte anzulegen und für die Familienverbände feste Hütten zu bauen, also zu siedeln. Allerdings war die "Siedlungsdauer" begrenzt, denn wenn der Boden nicht mehr ausreichend Früchte trug oder die Weiden für das Vieh erschöpft waren, mussten neue Gebiete erschlossen und zum Teil gerodet werden. Es war die Zeit des Wanderhackbaues. Bevorzugtes Siedlungsgebiet waren die Hügel und Bergplateaus, auf denen man sich auch besser gegen eindringende fremde Sippen verteidigen konnte.
Wesentliche und tiefgreifende Veränderungen brachte die Erfindung der Metalle, zunächst der Bronze und ab etwa 800 v. Chr. des Eisens, mit sich. Neue Geräte ermöglichten eine bessere Bodennutzung. Die Siedlungen wurden in die fruchtbareren Fluss- und Bachtäler verlegt, und der Ackerbau trat stärker in den Vordergrund. Es beginnen aber auch Wanderungsbewegungen verschiedener Stämme, die für die größer werdenden Sippen neue Siedlungsgebiete suchen und die "Ansässigen" verdrängen oder sich mit ihnen vermischen. In unserem Gebiet erscheinen die Chatten, und mit dem Vordringen der Römer nach Germanien tritt unsere Landschaft mit ihren Menschen ins Licht der Geschichte.

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