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Willkommen in Röhrenfurth

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Chronik des TSV

© Dorfgemeinschaft
Röhrenfurth

Letzte Änderung:
28.08.2011

800 Jahre Röhrenfurth (1982)
Geschichte und Geschichten eines Dorfes
Aktualisierte Ausgabe

Ein Sportverein im Wandel der Zeit

Turnverein Jahn - Turn- und Sportverein Röhrenfurth 1904 e.V.
Wenn sich auf sportlichem Gebiet auch ein grundlegender Wandel vollzogen hat, so hat der Verein in fast 8 Jahrzehnten doch die Ideale bewahrt, die sich die Vereinsgründer im Jahre 1904 gesetzt hatten. So ist der Verein auch heute noch eine Stätte, um der Jugend eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung und körperlichen Ertüchtigung zu geben. Zur sportlichen Betätigung gehört auch heute noch die Pflege der Kameradschaft und die Pflege der Geselligkeit. Für die Darstellung des Vereins von der Gründung bis zur Gegenwart wurden teils alte Protokolle, teils alte Festschriften und mündliche Überlieferungen verwendet. Also lassen wir die Chronisten sprechen:
 

EHRENTAFEL DER GRÜNDER

Heinrich Grunewald

Jakob Brede

Konrad Sohl

Andreas Wagner

Heinrich Fehr

Wilhelm Möller

Fritz Schanze

Ernst Möller

Hermann Schneider I

Justus Metz

Hermann Schneider II

Adam Kaiser

Georg Holzhausen I

Konrad Ebert

Andreas Holzhausen

Franz Sprenger

Christoph Grunewald

Andreas Seitz

Heinrich Schneider I

Johannes Werner

Heinrich Biermann

Ludwig Möller

Christian Biermann

Wilhelm Schneider I

Konrad Schanze

 



Alle Gründungsmitglieder sind inzwischen verstorben.
"Turnen", mit diesem Begriff wird der Name von Friedrich Ludwig Jahn für immer verbunden bleiben. Wenn „Turnen" auch schon vor Jahn gepflegt wurde, so hat er doch dem Turnen erst den rechten Inhalt gegeben. In einer Zeit großer nationaler Not rief Turnvater Jahn die deutsche Jugend zum „Turnen" auf. "Die Jugend in Zucht zu nehmen; ihr einen ehrlichen Abscheu gegen alle Schlaffheit und Verzärtelung einzupflanzen; die Kraft des Leibes dem verwöhnten Geschlecht zu stählen; die Sitten reiner, die Jugend mannhafter zu machen; sie zu begeistern für nationale Ideale und Ideen" das war sein Ziel. Er fand für das Turnen die Turnsprache; er gab den Turnern das Turngerät und formte die Turnübungen. Sein Werk eroberte sich in kurzer Zeit Deutschlands Gaue und die Welt und ging dort -trotz aller Hemmungen und Widerstände- nicht mehr unter.
Mitte des Jahres 1904 wurde auch in der Gemeinde Röhrenfurth der Wunsch nach der Gründung eines Turnvereins rege. Getragen vom idealen Gedanken, Erziehung des Menschen zur körperlichen Rüstigkeit, Kraft und Gewandheit des Körpers zu pflegen, in einem gesunden Körper einen gesunden Geist zu erhalten, riefen ein paar beherzte Männer die Bürgerschaft zur Gründung eines Turnvereins und zum Beitritt zu demselben auf. In einer im August einberufenen Versammlung wurde die Gründung beschlossen. Die Führung des Vereins übernahm der damals noch nicht lange hier ansässige, aus der Hanauer Gegend stammende und mit dem Turnwesen vertraute Turnfreund Adam Kaiser. Ihm zur Seite und ebenfalls mit der Leitung des im Aufbau begriffenen Vereins betraut, standen Männer mit edler Gesinnung und gutem Charakter wie Schmiedemeister Georg Holzhausen, Zimmermeister Hermann Schneider, Heinrich Grunewald, Andreas Wagner, Konrad Ebert und Andreas Holzhausen.
Mit der Ausarbeitung der Satzung wurden mehrere Turnfreunde beauftragt. Die ersten Zusammenkünfte fanden in der Steinbachschen Gastwirtschaft (jetziges Wohnhaus Stöhr) im Unterdorf statt. Der damalige Pächter des Lokals Franz Sprenger stellte den im 1. Stock gelegenen Saal für die Übungsstunden zur Verfügung. Die erste und vordringlichste Aufgabe für den jungen Verein war die Beschaffung von Turngeräten. Mit unvergleichlichem Opfersinn und eisernem Willen erbrachten freiwillige Spenden der Vereinsmitglieder einen ansehnlichen Betrag von etlichen 100 Mark. Nach kurzer Zeit konnten die für den Turnbetrieb erforderlichen Geräte, ein Turnreck, einen Barren, ein Turnpferd, Sprungbrett und Turnmatten bei der Firma Brink in Kassel-Wilhelmshöhe gekauft werden. Das Turnen an den Geräten begann und viel Freunde fanden sich zur turnerischen Arbeit an den Übungsabenden ein. In enger Fühlungnahme mit Turnfreunden der Melsunger Turngemeinde 1861 stieg das Interesse am Geräteturnen unter der Röhrenfurther Jugend und wurde zu einem nicht mehr wegzudenkenden Erziehungsideal. Immer mehr Gönner und Freunde schlössen sich dem inzwischen zur Deutschen Turnerschaft im Fulda-Eder-Gau angemeldeten Verein als Mitglieder an und trugen somit zur Festigung und Förderung des turnerischen Gedankens bei. Die Leistungen der Turner steigerten sich von Zeit zu Zeit und es war eine Freude für die passiven Mitglieder, in den Übungsstunden festzustellen, welche guten Fortschritte das Geräteturnen zu verzeichen hatte.
Im Laufe der Zeit wuchsen etliche hervorragende Könner an den Geräten heran, es sind hier nur einige Namen genannt: die Gebrüder Andreas und Johannes Holzhausen, Gebrüder Wilhelm und Konrad Schanze, Gebrüder Heinrich und Christoph Grunewald und Ludwig Möller. Diese Turner leiteten auch in den Anfangsjahren als Turnwarte oder Vorturner den Turnbetrieb, besuchten die vom Gau angesetzten Vorturnerstunden , erweiterten dadurch ihre turnerischen Kenntnisse und sorgten in den heimischen Turnstunden dafür, daß die Übungen gut und den Vorschriften entsprechend ausgeführt wurden. Im ruhigen Ablauf der Jahre erfüllte der Turnverein „Jahn" Röhrenfurth, getreu seinen Satzungen, die ihm gestellten Aufgaben. Eine treue Anhängerschaft, rege Mitglieder, hervorragende Turner, gaben immer neuen Auftrieb. Es war darum selbstverständlich, daß bei allen Veranstaltungen wie Sommer- An- und Abtur-nen, sowie bei sonstigen Anlässen die Aktiven mit turnerischen Vorführungen an die Öffentlichkeit traten.Darüberhinaus wurden die Besten zu den Wettkämpfen anderer Vereine geschickt und mancher kehrte als stolzer Sieger zurück. Mit Zähigkeit, Ausdauer und beachtlichen Erfolgen wurde die Vereinsarbeit weiter vorangetrieben.
Da Aufzeichnungen aus den Anfangsjahren nicht vorhanden sind und diese Schilderung zum größten Teil auf mündlicher Überlieferung beruht, so ist es nicht möglich, die Erfolge der damaligen Zeit sichtbar werden zu lassen. Als erste Aufzeichnung lesen wir aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 6. Januar 1912: Jahresabschluß von 1911, Einnahmen 150,06 Mark, Ausgaben 107,30 Mark, in der Sparkasse zu Melsungen befinden sich jetzt 206,45 Mark, zu Händen des Kassierers 42,76 Mark. Die Neuwahl des gesamten Vorstandes ergab folgende Besetzung: 1. Vorsitzender Heinrich Grunewald, 2. Vorsitzender Gustav Zeidler, Kassierer Konrad Sohl, Schriftführer Andreas Wagner, Zeugwart Otto Schneider, Turnwart Wilhelm Schanze, Kassenrevisoren Justus Metz und Georg Döberitz.
In einer am 24. Februar 1912 abgehaltenen außerordentlichen Versammlung wurde aufgrund eines eingebrachten Antrages betreffs Austritt aus der Deutschen Turnerschaft und Beitritt zum Arbeiter-Turnerbund eine lebhafte Debatte geführt. Vertreter beider Verbände waren auf Einladung erschienen und referierten über Zweck und Ziel der Verbände. Da in dieser Versammlung keine Einigung erzielt werden konnte, wurde die Debatte auf den 9. März vertagt und die Versammlung geschlossen. Laut Protokoll vom 9. 3. 1912 beschloß die Versammlung einstimmig den Austritt aus der Deutschen Turnerschaft und mit 23 gegen 1 Stimme den Beitritt zum Arbeiter-Turnerbund. In der nächsten Versammlung am 30. 3. standen noch verschiedene Zweifelsfragen und Unklarheiten zur Debatte, die aber in gegenseitiger Aussprache geklärt wurden. Turngenosse Holzhausen streifte in einem kurzen Referat noch einmal den Werdegang des Vereins von seiner Gründung bis heute und stellte fest, welchen schönen Fortschritt der Verein zu verzeichnen hatte. Das Eintrittsgeld betrug damals 6,00 Mark, wurde aber kurze Zeit später auf 1,50 Mark herabgesetzt. Nachdem die neuen Statuten von der Versammlung angenommen und ein Versicherungsbeitrag von 0,35 Mark je Mitglied erhoben war, galt die endgültige Aufnahme in den Arbeiter-Turnerbund als vollzogen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, hauptsächlich Lokalfragen (der damalige Gastwirt Lukhard wollte sein Lokal dem Verein nicht mehr zur Verfügung stellen) wurden auch die unüberwindlich erscheinenden Probleme bald zufriedenstellend gelöst und die Vereinstätigkeit unter der Führung des rührigen Vorsitzenden Konrad Ebert in geordnete Verhältnisse gebracht.
Die Freude am Turnen, die Kameradschaft im Verein und die Ziele des Vereins führten neue Mitglieder herbei. Der Turnbetrieb erlebte unter der Leitung des zielstrebigen Turnwarts Wilhelm Schanze einen ungeahnten Aufschwung. Um die turnerischen Übungen gut und den Vorschriften entsprechend auszuführen, besuchten gute Turner die vom Turnkreis angesetzten Vorturnerstunden. Mit welchem Eifer und Interesse die damaligen Aktiven am Turnen teilnahmen, beweist allein die Tatsache, daß 25 Turnzeitungen von den Turnern bestellt und gelesen wurden, damit war fast allen Turnern der neueste und reichhaltige Übungsstoff zugänglich gemacht. Ein Versammlungsbeschluß aus dem Jahre 1912 besagt, jedes Vereinsmitglied bis zum 23. Lebensjahr ist verpflichtet, alle Mitglieder über 23 Jahre sollen am Turnunterricht teilnehmen. Die Turnschuhe beschaffte aus Billigkeitsgründen der Verein und wurden aus der Vereinskasse bezahlt, der Kaufpreis mußte aber innerhalb von drei Monaten an die Vereinskasse zurückgezahlt werden.
In diesem Jahr wurde zum erstenmal die Anregung zur Gründung eines eigenen Spielmannszuges gegeben. Zur Erlernung meldeten sich freiwillig Arnold Lohr, Ludwig Kiefer, Wilhelm Fehr und Karl Rose für das Pfeifen, Georg Schanze und Johannes Steffen zum Trommeln. Das Turnfest in Kirchhof am 18. August 1912 wurde von 25 Turnern besucht, die sich anerkennend über den turnerischen Geist und die Kameradschaft der Nachbargemeinde aussprachen. Am 1. Januar 1913 übernahm Wilhelm Schanze den Vorsitz, zum Turnwart wurde Heinrich Metz gewählt. Der Antrag auf Beschaffung eines Vereinsbanners wurde freudig begrüßt und von der Versammlung einstimmig angenommen. Ein Sonderfonds wurde eingerichtet und die freiwilligen Spenden beliefen sich an jenem Abend auf 90 Mark. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Wunsch geäußert, die Bannerweihe festlich zu begehen. Ein Festausschuß, bestehend aus folgenden Turngenossen, wurde gewählt: Heinrich Grunewald, Heinrich Biermann, Heinrich Fehr, Konrad Ebert, Konrad Sohl, Wilhelm Möller, Wilhelm Schanze und Hermann Schneider II. Diese acht Turngenossen hatten die Vorarbeiten für das erste Röhrenfurther Turnerfest in Angriff zu nehmen. Inzwischen wurde in den Übungsstunden fleißig geturnt, um beim Schauturnen auf dem im Juni stattfindenden Feste mit zu den Besten zu zählen. Die Vorbereitungen schritten gut voran, zahlreiche Einladungen waren an die Vereine bis in die Kasseler Gegend gesandt worden. Als Festplatz wurde die Wiese an der Melsunger Straße (ehemaliges Seligmannsches Grundstück) für 100 Mark Pachtgeld erworben. An den Aufbauarbeiten des Festgeländes beteiligten sich sämtliche Mitglieder, durch deren freiwillige Arbeitsleistungen erhebliche Geldmittel eingespart wurden. Die Zeit rückte näher, an einem sonnigen Junitag strömten Turner und Turnfreunde von überallher in unser Dorf, reihten sich mit ihren Fahnen und im weißen Turnerdreß im Festzug ein und gestalteten ihn zu einem wahren Triumphzug. Der Nachmittag war ausgefüllt mit turnerischen Vorführungen. Namhafte Turner der Kreisriege waren erschienen und stellten ihr Können an den Geräten unter Beweis. Das Fest nahm einen harmonischen Verlauf und war ein Erfolg für die Röhrenfurther Turnerschaft, die mit Stolz auf ihr neues geweihtes Banner und seinen Träger Christian Biermann blickten. Im Ort war ein solcher triumphaler Festakt noch nicht geboten worden. Den Vereinen Kehrenbach, Dittershausen und Harleshausen wurde zum Dank bei ihren Festlichkeiten ein Besuch abgestattet. Am 21. September des Jahres wurde noch einmal eine Rekrutenabschiedsfeier in geschlossener Gesellschaft gefeiert. Das Fest hatte mit seinen turnerischen Leistungen und mit seinem wirtschaftlichen Erfolg dem Verein einen großen Aufschwung gegeben. Das zeigte sich in den folgenden Monaten. Alle Aufbauarbeiten, alle Vorhaben wurden jedoch nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges vernichtet. Die Elite des Vereins zog ins Feld und kehrte stark dezimiert aus dem Weltringen zurück. Der erste Weltkrieg riß schmerzhafte Wunden in den Vereinskörper, 15 Turner ließen ihr Leben fürs Vaterland. Die Wirren des Krieges mit seinen vernichtenden Auswirkungen, auch auf sportlichen und kulturellen Gebieten, zerstörte den turnerischen Geist. Die letzte Versammlung vor dem Krieg fand am 31. 5. 1914 statt.
Viereinhalb Jahre später, am 5.1.1919, kamen die Heimgekehrten wieder zu einer Versammlung. Nach der Begrüßung der anwesenden Turngenossen und Ehrung der gefallenen Kameraden wurde zur Neuwahl des Vorstandes geschritten, den Vorsitz übernahm Gustav Zeidler, Kassierer wurde Justus Metz, Schriftführer Johannes Steffen, Turnwarte Arnold Lohr und Heinrich Metz. Anschließend wurden Besprechungen wegen der Lokalfrage mit dem Gastwirt Heinrich Wiegand geführt. Dieser stellte seine Lokalitäten dem Verein zur Verfügung. In dem geräumigen Saal fanden die Turner die rechte Stätte, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Neben das rein Turnerische trat auch die Pflege der Geselligkeit. Manch schönes Fest (Sommer-Ab- und Anturnen, Saalfeiern u.a.m.) fand hier statt. Im Zuge der weiteren Aufwärtsentwicklung wurde der Spielmannszug wieder ins Leben gerufen, der unter der Leitung des bewährten Musikzugführers Wilhelm Margraf aus Wollrode sich im Laufe der Jahre zum Glanzstück des Vereins emporarbeitete und bei allen festlichen Anlässen in den vordersten Reihen marschierte.
Im Sommer 1921 wurde das erste Bezirksgruppenturnfest nach dem Krieg hier abgehalten. Als Festgelände war die Wiese am Sportplatz für 150 Mark Pachtgeld von der Witwe Wenderoth erworben worden. Zum Auftakt des Festes zog am Sonnabenabend ein Fakelzug durch die Straßen des Dorfes. Ein starkes Aufgebot von Wetturnern war am Sonntag erschienen und rang im fröhlichen Wettstreit, vereint mit der Röhrenfurther Turnerschaft, um den Lorbeer. Dieses Fest, das eine Leistungsschau des Bezirks und der Vereine war, konnte als ein großer Erfolg für den Verein und als ein Erlebnis für das kleine Dorf Röhrenfurth bezeichnet werden.
1922 wurde dem Verein eine Gesangsabteilung angegliedert, die in den ersten Jahren durch die Sangesfreudigkeit einer großen Zahl Mitglieder emporblühte, aber am Ende der zwanziger Jahre, als der Fußballsport aufkam, wieder zum Erliegen kam. Die Vielgestaltigkeit und Vielseitigkeit des Vereinslebens forderte die Mithilfe zahlreicher Kräfte, aber auch bestimmte Voraussetzungen. Neben der eigenen Vereinsarbeit nahmen auch die Mitglieder an den Großveranstaltungen teil. Alljährlich wurden die Kreis- und Bezirksturnfeste abwechselnd in einem größeren Ort angesetzt. Alte Diplome reden davon eine deutliche Sprache, die Namen ehrenvoller Sieger legen Zeugnis ab für die von höchsten Idealen getragene Arbeit des Vereins. Die Namen derer aufzuführen, die für den Verein Ehre und Achtung erkämpften, ist im Rahmen dieser Schilderung nicht möglich, die Niederschrift würde zu umfangreich werden. Es war darum selbstverständlich, daß 1929 der Turnverein Jahn Röhrenfurth alle Freunde zur Teilnahme an seinem 25jährigen Bestehen am 25. und 26. Mai nach Röhrenfurth rief. Eine mustergültige Organisation hatte alle Vorbereitungen getroffen. Die Festtage rückten heran. Das Dorf glänzte in einem Schmuck wie wohl nie zuvor, denn die ganze Bevölkerung nahm an diesem Jubeltag teil. Zu dem Festkommers am Abend konnte das Festzelt die vielen Teilnehmer nicht fassen. Der 1. Vorsitzende, Heinrich Metz, überreichte an folgende 6 Mitbegründer des Vereins die Ehrenurkunde zur Ernennung zum Ehrenmitglied: Heinrich Grunewald, Konrad Ebert, Justus Metz, Wilhelm Möller, Andreas Wagner und Heinrich Biermann. Am Sonntag begannen um 8 Uhr die Wettkämpfe, an denen sichn über 150 Turner beteiligten. Der um 14 Uhr sich in Bewegung setzende Festzug war ein Erlebnis. Eine Musikkapelle, ein Trommlerkorps, über 27 Vereine mit 18 Fahnen und fast 1500 Teilnehmern, boten ein überwältigendes Bild. Auf dem Festplatz wurde auf besondere Weise der Verdienste des Vereins gedacht. Die Frauen überreichten eine Fahnenschleife. Die Glückwünsche des Arbeiter-Turnerbundes übermittelte Bezirksvertreter Hildebrandt. Nach dem Festakt zeigten die Spitzenturner der großen Zuschauermenge ihr Können. Höhepunkt des Tages bildete die Siegerehrung. In schönster Harmonie, in echter Turnerart waren die Jubeltage verlaufen und hatten dem Verein neben viel Arbeit aber auch reiche Anerkennung gebracht.

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Schon Anfang des Jahres war eine Fußballabteilung entstanden. Das stark in den Vordergrund tretende Fußballspiel löste die Gründung zunächst einer Fußballmannschaft aus. Dies Spiel fand aber bei unserer sportbegeisterten Jugend solchen Anklang, daß die spätere Aufstellung einer Jugendmannschaft erforderlich wurde. Durch die politische Ausrichtung des Reiches in den 30er Jahren wurde die turnerische Arbeit in neue Bahnen gelenkt und das Volksturnen auf breitester Grundlage wurde zweckbestimmend. Wurden auch auf diesem Gebiete schöne Erfolge erzielt, so konnte zuerst ein unmerkliches, dann später stärkeres Abrücken von dem eigentlichen Ursprung des Turnens, den Übungen am Gerät, nicht verhindert werden. Über den Rückgang des Geräteturnens spricht ein Versammlungsprotokoll. In diese Situation hinein kam der für uns alle so folgenschwere zweite Weltkrieg, der mit rauher Hand ein zweites Mal in die Reihen der Sportler hineingriff und in seiner zerstörenden Wirkung auch den übriggebliebenen Rumpf des Vereins vernichtete.
 

Die Gefallenen des Weltkrieges 1914-1918

Konrad Sohl

Heinrich Fehr

Adam Imming

Hermann Schneider II.

August Steube

Andreas Seitz

August Sohl

Balthasar Ebert

Konrad Schneider

Christian Spangenberg

Friedrich Schneider

Johannes Müller

Wilhelm Grunewald

Heinrich Sohl

Justus Schmoll


Die Gefallenen des Weltkrieges 1939-1945

Konrad Schanze

Adam Grunewald

Kurt Schanze

Heinrich Möller

Ernst Metz

Valentin Schmidt

Heinrich Ebert

Heinrich Wagner

Hans Ebert

Andreas Kiefer

Bernhard Döberitz

Heinrich Landgrebe

Johannes Möller

Andreas Metz

Konrad Möller

Otto Metz

Konrad Seitz

Paul Biermann



So wie die dunkelste Nacht dem Tageslicht weichen muß, so erhob sich aus Schutt und Asche, im Hinblick auf die stolze Tradition, der Verein zu neuem Leben. Am 1. Januar 1946 fanden sich eine Gruppe ehemaliger Mitglieder unter Führung von Mathias Ebert zusammen, um den Beschluß zu fassen, die Tätigkeit des Vereins wieder aufleben zu lassen. Die Gründung des "Turn- und Sportvereins" geschah wohl in erster Linie, um die Vereinsarbeit im Sinne des Turnvaters Jahn weiterzuführen. Bei der Gründung zählte der Verein 60 Mitglieder, davon 12 Frauen. Mit größter Aktivität wurde die Arbeit für Sport und Spiel unter dem 1. Vorsitzenden Mathias Ebert aufgegriffen. Mit Umsicht und Eifer, unterstützt von einer Gruppe Sportbegeisterter, baute er den vom Krieg zerstörten Verein wieder auf. Die Arbeit trug schon nach kurzer Zeit reiche Früchte. Ein starker Zustrom sportbegeisterter Menschen gab dem Verein zahlenmäßig einen ungeahnten Aufschwung. Vor allem war es die Jugend, die sich dem Fußballsport verschrieben hatte. Das Turnen an den Geräten kam leider nicht mehr zur Geltung; dies war wohl in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Turngeräte zum Teil unbrauchbar oder ganz verlorengegangen waren, zum anderen fehlte es an geeigneten Kräften, die in der Lage gewesen wären, der Turnjugend die nötige Anleitung zu geben.
Die Fußballmannschaften krönten ihre Tätigkeit mit zahlreichen Erfolgen und eroberten schnell wieder den Platz zurück, den der Verein in früheren Jahren besaß. Der TSV Röhrenfurth wird die Tradition des Turnvereins "Jahn" 1904 weiterführen und ihm Ehre und Achtung erhalten. In dem Vorsitzenden Mathias Ebert hatte der Verein einen würdigen Lenker gefunden, dessen Aufgabe es war, in 1954 das 50jährige Vereinsjubiläum auszurichten. Am 22., 23. und 24. Mai 1954 fand das Jubiläumsfest des TSV Röhrenfurth statt. Ein großes Festzelt war zwischen dem Sportplatz und der Fulda aufgebaut. Stand das 25jährige Gründungsfest noch ganz im Zeichen turnerischer Wettkämpfe, so war der Auftakt für das 5ojährige ein Freundschaftsspiel am 22. Mai um 17 Uhr zwischen den Jugendmannschaften des TSV Röhrenfurth und des Kasseler Sportvereins "Hermania". Um 20 Uhr begann der Festkommers im Festzelt, der vom 1. Vorsitzenden Mathias Ebert eröffnet wurde. Die noch lebenden Gründer des Vereins erhielten aus der Hand des 1. Vorsitzenden einen Ehrenbrief. Umrahmt wurde der Festkommers durch Darbietungen des Männergesangvereins Röhrenfurth.
Der Sonntag wurde eingeleitet durch den Weckruf eines Spielmannszuges und einer Blaskapelle. Anschließend hielt Pfarrer Fischer unter Mitwirkung des Männergesangvereins den Festgottesdienst im Festzelt. Der Vormittag war dann mit leichtathletischen Wettkämpfen ausgefüllt.
Um 13.30 Uhr setzte sich ein großer Festzug in Bewegung, an dem alle örtlichen Vereine und die Volksschule Röhrenfurth unter ihrem unvergessenen Lehrer Riemenschneider teilnahmen. Auch viele Sportler der Nachbarvereine nahmen an dem Festzug teil. Der Radsportverein Körle zeigte im Festzug sein radfahrerisches Können.
Nach dem Festakt auf dem Sportplatz war der Nachmittag ausgefüllt mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem TSV Röhrenfurth und dem I. F.C. Beiseförth. Dann zeigte der Tischtennis-Club Röhrenfurth sein Können. Im Festzelt konnte man sich an dem Kunst- und Reigenfahren des Radsportvereins Körle begeistern. Am Montag klang das Fest aus mit Turnübungen und Spielen der Volksschule Röhrenfurth.
 
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In der Jahreshauptversammlung im Januar 1955 dankte der 1. Vorsitzende Mathias Ebert allen Mitgliedern für die beim 50jährigen Jubiläum geleistete Arbeit. Der damalige Schriftführer Karl Wagner vermerkte in seinen Aufzeichnungen: „Das 50jährige Jubiläum war ein voller Erfolg für den TSV Röhrenfurth, da sich die ganze Einwohnerschaft an diesem großen Fest beteiligt hatte." Nach diesem Höhepunkt in der Geschichte des Vereins kehrten einige Jahre der Ruhe ein. In 1959 war die Mitgliederzahl auf 100 angestiegen. Spielerisch hatten sich die Mannschaften des TSV Röhrenfurth so gesteigert, daß die 1. Mannschaft im Spieljahr 1961/62 in die A-Klasse aufsteigen konnte.Durch diesen Aufstieg lernten unsere Spieler und Mitglieder gut ausgebaute moderne Sportplätze kennen. Um auch hier den Platz ausbauen zu können, mußte etwa die Hälfte des Platzes -die von dem Landwirt Wenderoth bisher gepachtet war- von der Gemeinde angekauft werden.
Nach über 10jähriger Arbeit als 1. Vorsitzender wurde Mathias Ebert in der Jahreshauptversammlung im Dezember 1963 durch Karl Ackermann abgelöst. Mathias Ebert wurde für seine langjährigen Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Der Sportplatz war inzwischen ganz in das Eigentum der Gemeinde übergegangen, und so konnte im Frühjahr 1964 mit dem Ausbau begonnen werden.
Am 20. und 21. Juni 1964 fand das 60jährige Vereinsjubiläum im kleinen Rahmen statt. Die Ausbauarbeiten am Sportplatz waren zwar beendet, doch mußte für den Festakt und die stattfindenden Fußballspiele auf die Wiese „Berge" auf dem Sand ausgewichen werden. Die Punktspiele im Spieljahr 1964/65 fanden auf der Wiese "Prack" statt.
Pfingsten 1965 wurde der Sportplatz seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht. Zur Einweihung waren unsere Freunde aus Steinberg-Glashütten mit ihrer 1. und 2. Mannschaft angereist. Auf 138 Mitglieder ist in 1965 der Verein herangewachsen. Seit Jahren waren Mitglieder unseres Vereins davon überzeugt, daß, so wie in anderen Orten auch, in Röhrenfurth ein Umkleidehaus errichtet werden müßte. Nach dem Ankauf eines Grundstücks von R. Aschenbrenner durch die Gemeinde konnte in 1966 mit dem Bau begonnen werden. Das Haus wurde in Eigenhilfe der Mitglieder errichtet. Viele legten Hand an. Wer nicht als Bauhandwerker tätig sein konnte, versuchte sich auf andere Art nützlich zu machen. Hier zeigte sich wieder der über Jahrzehnte geübte Gemeinschaftsgeist.
Im Sommer 1967 konnte das Haus nach seiner Fertigstellung in einer Feierstunde von der Gemeinde an den TSV Röhrenfurth übergeben werden. Alle Mitglieder und geladenen Gäste — darunter auch der damalige Landrat des Altkreises Melsungen Franz Baier — sprachen sich lobend über die Zweckmäßigkeit des Hauses aus. Es ist nicht nur ein Umkleidehaus. Hier können auch Versammlungen und Geselligkeiten im kleinen Rahmen stattfinden. In dem Haus haben die vielen Pokale und Auszeichnungen, welche der Verein durch sportliche Leistungen errungen hat, einen würdigen Platz gefunden.
Bedingt durch den Anfang der geburtenschwachen Jahrgänge sahen sich die Sportvereine im ländlichen Bereich genötigt, für ihre Jugendarbeit Spielgemeinschaften zu gründen. So kommt es in 1969 zu einer Spielgemeinschaft Röh-renfurth-Schwarzenberg. Der Erfolg der Spielgemeinschaft zeigte sich im Spieljahr 1971/72. In dieser Saison spielte die A-Jugend in der Bezirksleistungsklasse. Das erforderte Fahrten bis zu 100 Kilometer.
Schon lange war im Gespräch, den TSV Röhrenfurth als e.V. beim Amtsgericht registrieren zu lassen. Die weiten Fahrten der A-Jugend und noch andere Gründe machten es erforderlich, die Registrierung vorzunehmen. Seit dem 8.4.1971 führt der Verein den Namen TSV Röhrenfurth 1904 e.V.
Um mit anderen Vereinen im Spielbetrieb Schritt halten zu können, wurden im Jahre 1972 die ersten vier Lampen einer Flutlichtanlage installiert. Jetzt konnte der Trainingsbetrieb auch bei angebrochener Dunkelheit durchgeführt werden. Karl Ackermann wurde für 2 Jahre von Dieter Metz als 1. Vorsitzender abgelöst.
Wie das so oft zugeht im Sport. Die erste Mannschaft mußte im Spieljahr 1973/ 74 in die B-Klasse absteigen. Aber der Ball ist rund und rollt und so wurde im Spieljahr 1975/76 der Wiederaufstieg in die A-Klasse erkämpft. Dem TSV Röhrenfurth war es aber nur ein Jahr vergönnt, in der höheren Klasse zu spielen. Trotz erneutem Abstieg in die B-Klasse sollte es mit dem Ausbau des Sportplatzes zügig weitergehen. In der Jahreshauptversammlung am 29.1.1977 legte sich der 1. Vorsitzende Karl Ackermann dafür in's Zeug, daß auf dem Gelände des Sportplatzes ein Trainigs- und Bolzplatz angelegt würde. Für die Erweiterung der Flutlichtanlage wurde der Stadt Melsungen in dieser Versammlung gedankt.
Noch in 1977 erfolgte die angeregte Erweiterung des Sportplatzes und der Bau eines Geräteraumes in eigener Regie. So wie sich früher die selbständige Gemeinde Röhrenfurth durch die Bereitstellung der Mittel an den Arbeiten auf und am Sportgelände beteiligte, so hat auch die Stadt für den letzten Ausbau die Mittel bereitgestellt. Gespielt wurde während der Zeit des Ausbaues wie schon früher aus solchem Anlaß auf der Wiese Prack. Bei der in 1978 durchgeführten Stadtmeisterschaft -an der auch der Gruppenligist MFV 08 Melsungen teilnahm- konnte dem TSV Röhrenfurth der Stadtmeister-Pokal durch Bürgermeister Dr. Appell überreicht werden.
Der TSV Röhrenfurth 04 e.V. hat seine 75jährige Jubiläumsveranstaltung in 1979 durch eine Sportwoche vom 4. bis 11. Juni ausgerichtet. Die Spielgemeinschaft Steinberg-Glashütten zeigte ihre freundschaftliche Verbundenheit durch die große Teilnahme ihrer Mitglieder. Die ehemaligen 1. Mannschaften bekräftigten ihre Freundschaft durch ein Fußballspiel. Beim Festkommers am Samstagabend konnte Karl Ackermann die örtlichen Vereine, die Nachbarvereine und die Spitzen der Verbände sowie Bürgermeister Dr. Appell begrüßen. Wie bei früheren Jubiläumsfesten des TSV Röhrenfurth war auch diesmal der Wettergott gnädig und zeigte sich von seiner besten Seite.
Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich am Sonntag ein großer Festzug mit vielen Fahnen, Gruppen und Wagen in Bewegung. Der Nachmittag wurde zu einem wahren Volksfest.
In der Jahreshauptversammlung im Januar 1981 legte Karl Ackermann den Vorsitz des Vereins nieder. In geheimer Abstimmung wurde Karl-Heinz Zimmermann mit überwältigender Mehrheit für 1 Jahr zum 1. Vorsitzenden gewählt. Karl Ackermann wurde für seine langjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Im Mai 1981 hat sich dem Verein eine Tischtennis-Sparte angeschlossen. Die 1. Mannschaft des Vereins hat sich im Spieljahr 1981/ 82 einen Spitzenplatz in der B-Klasse zurückerobert. Auch die Jugend- und Schülermannschaften haben sich beachtliche Plätze in ihren Gruppen erkämpft.
In 1982 hat der Verein über 200 Mitglieder. Davon sind weit über 100 aktive Sportler. Angefangen bei den Schülern über Tischtennis bis zu den"Alten Herren".
In der Jahreshauptversammlung im Januar 1982 wurde Karl-Heinz Zimmermann sowie der gesamte Vorstand für 2 Jahre wieder gewählt. Die aktiven Sportler haben in der Vergangenheit und in der Gegenwart den Namen Röhrenfurth weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannt gemacht. Die Sportler aus nah und fern kommen gern zu uns und haben auch uns gern bei sich zu Gast.
Mögen die vergangenen Jahrzehnte wechselvoller Vereinsgeschichte mit ihrem Auf und Ab des Geschehens zukunftweisend für diejenigen sein, die von den gleichen Zielen erfüllt sind, wie es die Gründer zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren. Dann wird die Jugend den Verein sicher in das nächste Jahrtausend weiterführen.


Fritz Biermann

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